Hinzuschätzung bei nicht ordnungsgemäßer Kassenführung bei EÜR

Hinzuschätzung bei nicht ordnungsgemäßer Kassenführung bei EÜR

 

Die Kassenführung bei einer Gewinnermittlung durch EÜR gem. § 4 Abs. 3 EStG ist nicht ordnungsgemäß, wenn

  • nicht alle Z-Bons aufbewahrt werden,
  • die Kassenaufzeichnungen nicht unmittelbar nach Auszählung der Tageskasse erfolgen,
  • Verprobungsmethoden wie z. B. der graphische Reihenvergleich oder eine Geldverkehrsrechnung und eine Nachkalkulation die Wahrscheinlichkeit einer Doppelverkürzung belegen und
  • ungeklärte Bareinzahlungen in erheblicher Höhe (bis zu 82.000 €) festgestellt werden.

Für ungeklärte Bareinzahlungen in erheblicher Höhe trägt der Steuerpflichtige die erhöhte Mitwirkungspflicht zur Aufklärung der Einzahlungen. Die Finanzverwaltung unterstellt häufig Schwarzeinnahmen, sofern der Steuerpflichtige die Herkunft der Mittel nicht darlegt. Eine Hinzuschätzung des Finanzamts ist in solchen Fällen berechtigt.

Den Volltext des Urteils (FG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 16.12.2013 – 1 K 1147/12) finden Sie hier.

Quelle: buchhalterseite.de

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