Aktienfonds mit dem Fokus auf Dividende – Willkommene Langweile(r)

Aktienfonds mit dem Fokus auf Dividende – Willkommene Langweile(r)

 

Je höher das Risiko einer Geldanlage, desto mehr Rendite stellt sie üblicherweise in Aussicht. Dieser grundsätzliche Zusammenhang ist über alle Marktphasen und Anlageklassen hinweg gültig: Er besteht aber nicht zwangsläufig innerhalb einer Anlageklasse. Studien belegen, dass Aktien mit geringem Beta – die also weniger stark als der Gesamtmarkt schwanken – über längere Zeiträume höhere Renditen sowohl risikoadjustiert als auch absolut erbringen.

Die traditionellen Langweiler, etablierte Unternehmen mit starken Bilanzen, guter Liquidität und einer konsistenten Dividendenhistorie, sind daher nach wie vor äußerst attraktiv. Aber es ist nicht alles wie gehabt: Früher galten typischerweise Banken, Versorger und Telekommunikationsunternehmen als Dividendengaranten. Heute fahren Anleger am besten mit großen multinationalen Konzernen mit soliden Cashflows aus nichtzyklischen Märkten wie Basiskonsumgüter und Pharmazeutik. Gute Beispiele sind der französische Medikamentenhersteller Sanofi, die Schweizer Novartis oder der amerikanische Hygieneartikelhersteller Kimberly-Clark. Aber auch die Technologiebranche hat inzwischen stabile „Cashcows“ hervorgebracht, die – wie etwa Microsoft – recht konjunkturunabhängig Lizenzgebühren einfahren. Die Anteilscheine des amerikanischen IT-Unternehmens bieten mit aktuell etwa 3,3 Prozent des Aktienkurses zwar eine etwas niedrigere Ausschüttung als europäische Unternehmen. Microsoft verfügt jedoch über eine derart hohe Liquidität, dass die aktuelle Ausschüttungsquote gerade einmal ein Viertel der vorgehaltenen Barreserven beansprucht. Damit besitzt die Microsoft-Aktie großes Potenzial für steigende Dividenden.

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