Warum Unternehmer einen Ehevertrag brauchen

Warum Unternehmer einen Ehevertrag brauchen

 

Noch immer ist vielen zu wenig bewusst, dass die Heirat nicht nur persönlich, sondern auch rechtlich ein wichtiges Ereignis ist

 

Für alle wichtigen Dinge im Leben hat man einen Berater. Für die Firmengründung gibt es den Gründungsberater, für den Kredit den Finanzberater, für den Kampf mit dem Finanzamt den Steuerberater, für rechtliche Auseinandersetzungen den Anwalt und selbst für die Hochzeitsfeier noch den Hochzeitsplaner. Autofahren setzt einen Führerschein voraus, Golfen ein Handicap und die Leitung einer Firma den Meistertitel, einen Studienabschluss oder eine andere besondere Qualifikation. Nur für das Heiraten braucht es weder einen besonderen Informationsstand noch eine rechtliche Beratung. Dementsprechend fatal sind oft die Folgen des bloßen „Ja ich will“.

Die Rechtsordnung nämlich knüpft an die Heirat für den Unternehmer und seinen Ehepartner einschneidende rechtliche Folgen: Sie müssen Ihren Zugewinn bei Scheidung und bei Tod teilen, im Falle der Trennung bzw. Scheidung entstehen monatliche Unterhaltsansprüche nach den ehelichen Lebensverhältnissen und die während der Ehe erzielte Altersversorgung der Ehegatten wird ebenso aufgeteilt. Im Todesfalle hat der Ehepartner ein in der Regel nicht entziehbares Pflichtteilsrecht und ein gesetzliches Erbrecht.

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