Mietrecht | Schadensersatzpflicht bei verweigerter Erlaubnis zur Untervermietung

Mietrecht | Schadensersatzpflicht bei verweigerter Erlaubnis zur Untervermietung

 

Der BGH hat sich in einer Entscheidung mit der Frage der Schadensersatzpflicht eines Vermieters befasst, der den Mietern einer Dreizimmerwohnung, die sich aus beruflichen Gründen mehrere Jahre im Ausland aufhielten, die Untervermietung zweier Zimmer versagt hatte (BGH, Urteil v. 11.6.2014 – VIII ZR 349/13).

Hintergrund: Entsteht für den Mieter nach Abschluss des Mietvertrags ein berechtigtes Interesse, einen Teil des Wohnraums einem Dritten zum Gebrauche zu überlassen, so kann er von dem Vermieter die Erlaubnis hierzu verlangen (§ 553 BGB).

Sachverhalt: Die Kläger sind Mieter einer Dreizimmerwohnung der beklagten Vermieterin. Sie halten sich seit November 2010 in Kanada auf, weil der Kläger dort eine befristete mehrjährige Arbeitstätigkeit aufgenommen hat. Im August 2010 unterrichteten sie die Hausverwaltung der Beklagten von ihrer Absicht, die Wohnung – mit Ausnahme eines von ihnen weiter genutzten Zimmers – ab November 2010 voraussichtlich für zwei Jahre an eine namentlich benannte Interessentin unterzuvermieten, weil sie sich in dieser Zeit aus beruflichen Gründen regelmäßig im Ausland aufhalten würden. Die Vermieterin verweigerte die Zustimmung zur Untervermietung. Mit rechtskräftigem Urteil wurde sie schließlich verurteilt, die Untervermietung der beiden vorderen Zimmer der Wohnung zu gestatten. Im vorliegenden Verfahren nehmen die Kläger die Vermieterin auf Zahlung entgangener Untermiete in Anspruch.

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