Im Visier der Steuerfahnder

Im Visier der Steuerfahnder

 

Apothekern stehen in den kommenden Wochen Kontrollen von Steuerfahndern bevor. Der Verdacht: Sie sollen Umsätze frisiert haben. Doch auch viele andere Unternehmer könnten bald ins Visier des Fiskus geraten.

Der Code ist auf einem kleinen, unscheinbaren USB-Stick gespeichert. Wenn das Abrechnungsprogramm angelaufen ist, öffnet sich eine Maske: Um wie viel Prozent soll der Umsatz der vorigen Woche reduziert werden? Um 30, 50 oder gar 60 Prozent?

 

Egal welcher Prozentsatz – die auf dem Stick gespeicherte Software, der sogenannte Zapper, passt die Umsatzzahlen nachträglich an. Sämtliche Originaldaten werden vernichtet, die komplette Datenbank automatisch neu programmiert. Und das Beste daran: Der Zapper hinterlässt keinerlei Spuren. Und dann merkt auch der Betriebsprüfer nichts von dem Betrug.

Klingt unglaublich? Ist es auch. Doch viele Apotheker in ganz Deutschland fanden die Geschichte so schön, dass sie sie glauben wollten – und müssen jetzt damit rechnen aufzufliegen. Denn der Zapper hinterließ sehr wohl Spuren. Ein Finanzbeamter stieß bei einem manipulierten PC auf alte Daten, die vermeintlich gelöscht waren. Seither wissen die Ermittler genau, wo im System sie suchen müssen.

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