Umsatzsteuer: Rückwirkung einer Rechnungsberichtigung

Umsatzsteuer: Rückwirkung einer Rechnungsberichtigung

 

Die Finanzverwaltung lehnt die rückwirkende Rechnungsberichtigung bisher strikt ab. Nun hat auch der BFH ernstliche Zweifel daran, dass die rückwirkende Rechnungsberichtigung einer fehlerhaften Rechnung seitens der Finanzverwaltung versagt werden kann, wenn die ursprüngliche Rechnung zumindest die Mindestanforderungen einer Rechnung erfüllt. Der BFH verweist als Begründung auf ein Urteil des EuGH zum ungarischen Umsatzsteuerrecht, welches die rückwirkende Rechnungsberichtigung zulässt.
 

Ansicht der Finanzverwaltung

Sind Rechnungen fehlerhaft, weil beispielsweise Pflichtangaben fehlen, gelten diese als nicht ordnungsgemäße Rechnungen. Der Vorsteuerabzug ist jedoch frühestens in dem Zeitpunkt möglich, zu welchem dem Leistungsempfänger eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt.

Fehlerhafte Rechnungen können berichtigt werden. Jedoch nach Ansicht der Finanzverwaltung nicht mit rückwirkender Wirkung. Der Leistungsempfänger kann die Vorsteuer hieraus erst in dem Umsatzsteuer-Voranmeldungszeitraum des Eingangs der berichtigten Rechnung geltend machen.

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