Abzug einer Vorfälligkeitsentschädigung bei den Einkünften aus VuV

Abzug einer Vorfälligkeitsentschädigung bei den Einkünften aus VuV

 

Löst ein Steuerpflichtiger seine Darlehensschuld vorzeitig ab, um sein bisher vermietetes Objekt lastenfrei übereignen zu können, kann er die dafür an den Darlehensgeber zu entrichtende Vorfälligkeitsentschädigung nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehen (BFH, Urteil v. 11.2.2014 – IX R 42/13; veröffentlicht am 25.6.2014).

Hintergrund: Schuldzinsen und auf besonderen Verpflichtungsgründen beruhende Renten und dauernde Lasten, soweit sie mit einer Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, sind Werbungskosten (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG).

Sachverhalt: Die Klägerin veräußerte im Streitjahr 2010 das von ihr im Jahr 1999 erworbene und seitdem zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung genutzte Haus. Sie war zur lastenfreien Übertragung des Grundstücks verpflichtet. Zur Ablösung einer Restschuld aus zwei Darlehen, die sie zur Finanzierung der Anschaffung aufgenommen hatte, zahlte sie der kreditgebenden Bank rund 3.500 € als Vorfälligkeitsentschädigung und machte diese als (nachträgliche) Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend. Das FA versagte den Abzug. Die hiergegen gerichtete Klage hatte in allen Instanzen keinen Erfolg.

Hierzu führten die Richter des BFH weiter aus:

  • Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass die von der Klägerin bei ihren Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten geltend gemachten Vorfälligkeitsentschädigungen nicht zu berücksichtigen sind.

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