Bundesregierung bereitet Nichtanwendungsgesetz zu Betriebsveranstaltungen vor

Bundesregierung bereitet Nichtanwendungsgesetz zu Betriebsveranstaltungen vor

Die Bundesregierung plant ein sog. Nichtanwendungsgesetz, um der BFH-Rechtsprechung zur Berechnung der 110-€-Freigrenze bei Betriebsveranstaltungen den Boden zu entziehen.

 

Nach bisheriger Rechtslage werden zur Ermittlung der Freigrenze von 110 € bei Betriebsveranstaltungen nur Kosten berücksichtigt, die der Arbeitnehmer konsumieren kann, vor allem Speisen, Getränke, Musik und ähnliche Darbietungen.
Kosten des äußeren Rahmens, z. B. Saalmiete, Buchhaltungskosten sowie Aufwendungen für Angehörige werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Wird diese Freigrenze überschritten, liegt lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn vor.

Hinweis: Der Gesetzgeber plant mit dem ZollkodexAnpG („JStG 2015“) ab 01.01.2015 die Änderung von § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a und revidiert somit die bisherige Rechtsprechung. Die Freigrenze für lohnsteuerfreie Betriebsveranstaltungen wird auf 150 € angehoben, jedoch werden im Gegenzug die Kosten des äußeren Rahmens sowie für Angehörige mit einbezogen.

Die OFD Nordrhein-Westfalen wendet die BFH-Rechtsprechung zur Berechnung der 110-€-Freigrenze nicht an. Anträge und Einsprüche von Arbeitgebern sollen bis auf Weiteres ruhen, jedoch will die OFD Aussetzung der Vollziehung gewähren.

Weitere Informationen finden Sie im Volltext.

Informationen über die Reform finden Sie hier.

Quelle: buchhalterseite.de

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