Privat versicherte Selbstständige können leichter in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln

Privat versicherte Selbstständige können leichter in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln

 

Häufig sind Selbstständige privat krankenversichert. Spätestens dann, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten kommen, möchten viele von ihnen in die gesetzliche Krankenkasse wechseln. Für (ehemalige) Selbstständige geht dies – im Gegensatz zu gut verdienenden Arbeitnehmern – recht einfach. Dies hat das Bundesversicherungsamt nun bestätigt. Und so kann der Wechsel funktionieren.

 

Der Wechsel von privat versicherten Selbstständigen in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) klappt nur, wenn sie zunächst versicherungspflichtig werden – in der Regel als Arbeitnehmer.

 

In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gelten zur Versicherungspflicht Sonderregeln, die in § 5 Abs. 5 SGB V definiert sind. Danach sind Personen, die hauptberuflich selbstständig sind, von der Krankenversicherungspflicht als Arbeitnehmer ausgeschlossen. Begründet wird dies – wohl nachvollziehbar – damit, dass hauptberuflich Selbstständige aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke den umfassenden Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung zu einem relativ geringen Beitrag nicht brauchen.

Nun gibt es nicht wenige Selbstständige, die nur geringe Einkünfte aus ihrer Tätigkeit als Selbstständiger erzielen und sich daher gezwungen sehen, eine Beschäftigung als Arbeitnehmer aufzunehmen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die entscheidende Frage für die Betroffenen ist: Wie lange zählen sie als „hauptberuflich Selbstständige“? Und umgekehrt: Ab wann zählen sie als Arbeitnehmer? Denn nur dann werden sie versicherungspflichtig und können so in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren.

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