Zu viel Alkohol: Drastische Folgen auch für Fußgänger

Zu viel Alkohol: Drastische Folgen auch für Fußgänger

Eine Frau wollte bei Dunkelheit eine Landstraße überqueren, als sie gegen 18 Uhr von einem herannahenden Auto erfasst und schwer verletzt wurde. Bei einer gegen 20:15 Uhr im Krankenhaus durchgeführten Blutuntersuchung wurde eine Blutalkohol-Konzentration von knapp zwei Promille festgestellt.

Erweist sich ein Fußgänger nach dem Genuss von Alkohol als verkehrsuntüchtig, so kann sich sein privater Unfallversicherer nach einem Unfall auf Leistungsfreiheit wegen Bewusstseinsstörung berufen. Das hat das Oberlandesgericht Köln mit einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil entschieden (Az. 20 U 107/12).

Alkoholbedingte Bewusstseinsstörung

Mit Hinweis darauf, dass der Unfall auf eine nicht versicherte, alkoholbedingte Bewusstseinsstörung zurückzuführen sei, lehnte es der private Unfallversicherer der Verunfallten ab, ihr für den Unfall Versicherungsschutz zu gewähren.
In ihrer gegen ihren Versicherer eingereichten Klage trug die Frau vor, dass die Blutalkohol-Konzentration zum Zeitpunkt des Unfalls deutlich geringer gewesen sein müsse. Denn sie habe kurz vor dem Unfall in Form eines Sturztrunks eine ganze Flasche Wein geleert. Der Versicherer könne sich daher nicht auf Leistungsfreiheit wegen einer Bewusstseinsstörung berufen.
Doch dem wollten sich die Richter des Kölner Oberlandesgerichts nicht anschließen. Sie wiesen die Klage der Versicherten als unbegründet zurück.

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