So drehen Sie am Steuer-Rad

Jeder Kilometer zählt – Viele Autofahrer können ihren Wagen steuerlich besser nutzen, als sie ahnen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei Reisekosten, Dienstwagen, Pendlerpauschale und Co. achten müssen.

Zeit ist Geld. Das sahen die Richter am Bundesfinanzhof Ende 2011 ähnlich. Bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte müssen Arbeitnehmer künftig nicht mehr die kürzeste Entfernung ansetzen, um die Pendlerpauschale von 30 Cent pro Kilometer geltend zu machen. Wenn der Umweg schneller ist, weniger Staus oder längere Grünphasen verspricht, lässt das Finanzamt auch zusätzliche Kilometer durchgehen (Az. VI R 19/11 und VI R 46/10).

Steuersparmodell

Das kann sich lohnen. Die Tabelle unten zeigt, wie sich eine Erhöhung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte um jeweils fünf Kilometer auswirkt. Bei einem Jahresbruttolohn eines ledigen Arbeitnehmers von etwa 38.000 Euro, der den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1 000 Euro bereits ausgeschöpft hat, bringt ein 25 Kilometer langer Weg zum Arbeitsplatz rund 500 Euro Steuerersparnis. Bei 30 Kilometern sind es schon 100 Euro mehr. Unfallkosten Mit dieser Entfernungspauschale sind sämtliche Aufwendungen für das Auto steuerlich abgegolten. Dazu zählen Abschreibungen, Betriebskosten wie Benzin, Öl, Inspektionen, TÜV, Reparaturen, Kfz-Steuer, Vollkaskoversicherung, Rechtsschutzversicherung, Maut, Parkgebühren, Garagenmiete, Zinsen für Finanzierungen und auch eine Leasingsonderzahlung.