Dienstwagen und -fahrten richtig abrechnen

 

Wer richtig Fahrtenbuch führt, kann Steuern sparen. Wer aber Fehler macht, der zahlt drauf. Neue Urteile verschärfen die Regeln noch. Worauf Unternehmer achten müssen.

 

Es war ja nur ein Versehen. Sogar eines, das sich beheben ließ. Der brandenburgische Unternehmer hatte irrtümlich die „Ein-Prozent-Regel“ angewendet. Eine ziemlich teure Pauschalversteuerung für Dienstwagen. Eigentlich hatte der Unternehmer nur seine tatsächlichen Privatfahrten versteuern wollen. Er legte dem Finanzamt dafür das erforderliche Fahrtenbuch vor, das er nebenbei geführt hatte – gewissenhaft, wie er meinte -, und wollte mehrere Hundert Euro Lohnsteuer zurück. Doch die Beamten rückten keinen Cent heraus.

 

Zu Recht, denn das Büchlein genügte den Ansprüchen des Fiskus nicht. Zwar hatte der Unternehmer immer hübsch den Kilometerstand nach Ende der Fahrt notiert, ebenso die Tageskilometer, gelegentlich den Zweck oder den Namen des Kunden. Das Ziel aber? Da hatte er sich oft mit Straßennamen begnügt.

Viel zu ungenau, befanden die Richter des Bundesfinanzhofs (BFH, Az.: VI R 33/10). Dass der Unternehmer eine Excel-Tabelle mit dem Kilometerstand zu Fahrtbeginn, dem Grund und dem genauen Ziel nachreichte, konnte ihn nicht retten: Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind unzulässig. Also blieb es bei der teureren Pauschalversteuerung.