Verbesserungen bei der Versorgung mit Immobilienkrediten

Der Bundesrat hat am Nachbesserungen an der nationalen Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie beschlossen.

Hintergrund: Die nationale Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie ist seit in Kraft. Sie geht in einzelnen Punkten über die europarechtlichen Vorgaben hinaus, was zu Hindernissen bei der Vergabe von Wohnimmobilien führte. Davon waren vor allem junge Familien, ältere Menschen und Selbständige mit schwankendem Einkommen betroffen. Im Oktober 2016 brachten Baden-Württemberg und Hessen eine Initiative in den Bundesrat ein, Bayern schloss sich dem Antrag an. Ende März 2017 beschloss der Bundestag die Verbesserungen bei der Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die nun auch vom Bundesrat verabschiedet wurden.

Die Initiative zielte auf Verbesserungen in vier Punkten ab:

  • Zugewinn an Rechtssicherheit,
  • Verzicht auf eine erneute Kreditwürdigkeitsprüfung in Fällen der Anschlussfinanzierung und Umschuldung,
  • Erleichterungen bei der Kreditvergabe für Renovierung und Bau,
  • Einführung von Immobilienverzehrkrediten.
Quelle: Hessisches Ministerium der Finanzen, Pressemitteilung vom 12.05.2017