Assekuranz lässt sich nicht prellen

Laptops, Smartphones und Flachbildschirme – 45 Prozent der in der Assekuranz eingehenden Schadensmeldungen sind unbegründet. Am häufigsten wird dabei in der Hausrat- und der Haftpflichtversicherung betrogen. 40 Prozent der Deutschen meinen in diesen Sparten ein besonders leichtes Spiel zu haben. Das brachte eine aktuelle Studie im Auftrag des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ans Licht. Wie sich zeigt, haben 4 Prozent der Haushalte in den vergangenen fünf Jahren selbst betrogen und 7 Prozent wissen über Gaunereien in ihrem Bekanntenkreis Bescheid.

Das Problem: Vielen Menschen gilt der Betrug als Kavaliersdelikt. Die Folgen, für den Einzelnen und die Gemeinschaft, werden oft unterschätzt. So rechnet kaum jemand mit einer Anzeige oder Kündigung. „Gerade die kleinen Betrügereien summieren sich zu einem großen Problem für die Versichertengemeinschaft“, so Jörg von Fürstenwerth vom GDV. Viele Versicherer haben aus diesem Grund ihre Kontrollen verschärft. Seit Jahren schulen sie ihre Mitarbeiter, um Betrügereien zu erkennen. Seit April 2011 soll auch das neue Hinweis- und Informationssystem (HIS) der informa Insurance Risk and Fraud Prevention GmbH helfen, Versicherungsbetrug zu verhindern.

Quelle: maxpool 08 2011