Darunter versteht man all jene gesundheitsfördernden Angebote, die verhindern sollen, dass Krankheiten überhaupt entstehen. Kurse aus vier Bereichen zählen dazu: richtige Bewegung, gesunde Ernährung, Stressbewältigung und Entspannung sowie der Verzicht auf Suchtmittel – beispielsweise ein Kurs zur Raucherentwöhnung. „Die Krankenkassen können die präventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen in diesen vier Bereichen entweder selbst erbringen oder geeignete Anbieter mit der Durchführung beauftragen“, erläutert Marini. Wer einen Präventionskurs direkt bei der Krankenkasse macht, kann sicher sein, dass er den Förderungskriterien genügt. Bei eigenen Kursen übernehmen die Kassen laut Marini die Kosten meist in voller Höhe. Das heißt: Für Versicherte ist die Teilnahme kostenlos.

„Die Krankenkassen gehen aus Kostengründen jedoch immer weiter dazu über, Kurse auszulagern“, sagt Angelika Baldus, Geschäftsführerin beim Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) in Hürth bei Köln. Deswegen seien Kurse bei externen Einrichtungen wie Fitnesscentern häufig die einzige Alternative, ein geeignetes Angebot zu finden. „Viele Einrichtungen werben damit, zertifiziert zu sein und von der Krankenkasse anerkannt zu werden. Aber das können auch leere Versprechungen sein“, warnt Baldus. Deswegen empfiehlt sie jedem Versicherten dringend, Fördermöglichkeiten bereits im Vorfeld mit der Krankenkasse abzuklären. Ansonsten könnten böse Überraschungen drohen – und der Kursteilnehmer bleibe auf seinen Kosten sitzen.