Maximal zwei Maßnahmen im Jahr

Damit die Krankenkasse etwas fördern kann, muss es zwingend von einem zertifizierten Anbieter durchgeführt werden. Und der Kurs selbst muss ein klares Kursziel verfolgen und zeitlich begrenzt sein. Das bedeutet: Die Kurse müssen im wöchentlichen Rhythmus über einen Zeitraum von mindesten acht und höchstens zwölf Wochen stattfinden. Eine Ausnahme gibt es für Berufstätige: Für sie können auch Kompaktkurse finanziert werden.

Um die Breitenwirkung zu erhöhen und nicht nur diejenigen zu fördern, die sowieso etwas für ihre Gesundheit tun, legt der Leitfaden fest, dass jeder Versicherten maximal zwei Maßnahmen im Jahr gefördert bekommt. Eine weitere Einschränkung: Denselben Kurs kann die Kasse nicht in zwei aufeinanderfolgenden Jahren fördern. Aber selbst wenn alle diese Kriterien erfüllt sind, gilt immer: Das letzte Wort hat die Krankenkasse. „Dass ein Kurs alle notwendigen Bedingungen erfüllt, ist zwar eine notwendige Voraussetzung, aber keine Garantie für eine Kassenförderung“, sagt Marini.

Wenn die Kassen fördern, seien es durchschnittlich 80 Prozent des Kurspreises. Selbst bei derselben Krankenkasse könne es aber regionale Schwankungen geben. Die anteilige Kostenerstattung erfolge im Nachhinein. Und zwar auch nur dann, wenn der Versicherte eine Teilnahmebestätigung vom Kursleiter vorlege. „Die Krankenkassen können ihre Zusagen auch im Nachhinein zurückziehen, wenn der Versicherte nicht regelmäßig am Kurs teilgenommen hat“, betont Kai Vogel, Gesundheitsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Deswegen sei es wichtig, sich jede einzelne Stunde vom Kursleiter bescheinigen zu lassen.